(Referat Thomas Moser, PH Zentralschweiz, anlässlich der Tagung Web 2.0 in Goldau)
Dank einem Lerntagebuch sollen Lernende mehr über ihr Lernen erfahren. Auch wenn Strategien schon mehrmals zum Misserfolg führten, werden diese dennoch häufig immer und immer wieder angewendet. Die Reflexion des eigenen Lernens kann da förderlich sein. Ein gutes Lerntagebuch soll folgende Rahmenbedingungen erfüllen:
- Leitfragen zur Reflexion können generiert werden
- Reflexion über den Lerninhalt und das Lernen ist möglich
- Einfürung zum Nutzen und zur Handhabung wird angeboten
- Es wird regelmässig geführt
- Einsichtnahme und Feedback durch Lehrperson muss möglich sein
Weblogs eigenen sich gut, um solche Lerntagebücher abzubilden. Lerntandems, Teams und Eltern können mit einbezogen werden. Bei der Plattform fiel die Wahl der PHZ auf Wordpress. Die Software wird weltweit sehr häufig eingesetzt und läuft äusserst stabil. Für den Einsatz in Schulen als Lerntagebuch wurden 2 Erweiterunge programmiert.
Fragengenerator: Die Lerhperson kann einzelnen Schülerinnen und Schülern oder der gesamten Klasse Fragebögen zuteilen. Diese werden mit einem Fragengenerator, der per Drag&Drop zu bedienen ist, zusammen gestellt. Dann entscheidet die Lehrperson, an wen die Fragebögen verteilt werden sollen, an alle Schülerinnen und Schüler der Klasse oder an Einzelpersonen. Die verteilten Fragen erscheinen dann in den einzlnen Blogs und werden dann bearbeitet, die Ergebnisse per RSS-Feed zur Verfügung gestellt. Die LP kann dann Feedback geben.
Zusätzlich wurde die Benutzeradministration erweitert. Die Lehrperson ist Administrator, die Schülerinenn und Schüler haben eingeschränkte Rechte.
Ab Mai 2007 steht lerntagebuch.ch als Beta-Version allen Schweizer Schulen kostenlos zur Verfügung.