Referent: Markus Euler
Der Titel viel versprechend, die Präsentation für mich eher enttäuschend. Die Auswahl reichte vom Einsatz in staatlichen Schulen, über einen kurzen Abstecher zu den Möglichkeiten in Hochschulen bis zur betrieblichen Weiterbildung. Richtigen Tiefgang spürte ich selten. Das Gesagte und Präsentierte war oft sehr unverbindlich und konnte Zweifler an den Möglichkeiten des Podcastings sicher nicht überzeugen.
Recht viel Zeit wurde dem Thema «Podcasts in den staatlichen Schulen» gewidmet. Gerade die hier gemachten Aussagen konnten mich nicht überzeugen. Unterricht mittels Podcasts von den Schülerinnen und Schülern vor- und nachbereiten zu lassen, nur weil man diese Altersgruppe häufig mit Ohrstöpseln unterwegs sieht? Das wird kaum funktionieren. In diesen Schulen herrscht oft Präsenzpflicht, die durchgesetzt werden muss. So würde der Einsatz von Podcasts schnell zu einer zusätzlichen zeitliche Belastung der Schülerschaft führen. Soll der Podcasteinsatz einen gewissen Mehrwert bringen, müssen die Einsatzszenarien sorgfältig geplant und gestaltet werden. Für die vorgeschlagenen Förderpodcasts für schwache und hochbegabte Schülerinnen und Schüler ist ein grosser Zeitaufwand nötig, der bei regelmässigem Einsatz von Podcasts von Lehrpersonen kaum zu realisieren ist. Hier lohnen sich Überlegungen, wie Plattformen gestaltet werden könnten, auf denen Lehr- und Lernpodcasts eines Autorenteams angeboten werden.